Rezept für Laskiaispulla – Finnische Fasnachtskrapfen

Ooooookay, den Finnen sagt man jetzt nicht nach, dass sie das geselligste oder lustigste Volk auf Erden sind. Trotzdem gibt es auch im östlichsten der nordischen Länder eine Leckerei, die man bei uns rund um die feuchtfröhliches Tage isst: Berliner, Krapfen, Kreppel oder Pfannkuchen. Oder wie die Finnen sie nennen: Laskiaispulla.

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Faschingsdienstag im hohen Norden

Also, grundsätzlich will ich hier ja keine Verallgemeinerungen verbreiten. Denn natürlich sind Finnen auch gesellig. Ich hatte jedenfalls sehr lustige Abende und habe mega Parties mit Finnen gefeiert. Feuchtfröhlich war es da auch, zwar gab es keine Verkleidung aber die Laskiaispulla passen da sehr gut dazu.

Wobei die im Vergleich von unserem Fettgebäck einen klitzekleinen Nachteil haben: Weil sie nicht in Fett gebacken sind, geben sie auch nicht die gleiche Grundlage für die Feierei.

Spaß beiseite, die finnische Variante sind Ofenberliner. Nicht im Fett ausgebacken sondern wie üblicher Hefeteig im Ofen gebacken. Und die Marmelade wird auch nicht in die Hefewecke gespritzt, sondern das Gebäck wird aufgeschnitten. Sahne kommt auch noch dazu.

Bei Sahne denken bestimmt viele von euch an die schwedischen Semla. Das ist quasi die westliche Schwester. Die beiden Gebäcke sind ähnlich, aber wie bei so vielen skandinavischen Rezepte gibt es Unterschiede. Semlor werden auch als Ofenberliner gebacken und mit Sahne gefüllt. Die zweite Komponente der Füllung ist in Schweden jedoch eine Mandelmasse, in Finnland Marmelade. Außerdem gibt’s in Finnland hin und wieder gehobelte Mandeln obendrauf. Mit Puderzucker werden beide Varianten drauf.

Klingt lecker? Aber sicher! Hier kommt das Rezept, los geht’s:

Laskiaispulla - finnische Ofenberliner

Laskiaispulla

Finnisch Ofenberliner gefüllt mit Marmelade und Sahne, getoppt mit gehobelten Mandeln und einer großen Portion Puderzucker
Vorbereitungszeit20 Min.
Backzeit15 Min.
Gehzeit1 Std.
Gesamtzeit1 Std. 35 Min.
Gericht Hefegebäck
Land & Region Finnland, Skandinavien
Portionen 12 Laskiaispulla

Equipment

  • Schneebesen
  • Küchenmaschine mit Knetaufsatz und Schneebesen
  • 2 Backbleche mit Backpapier
  • kleine Schüssel
  • Backpinsel
  • Kuchengitter
  • scharfes Messer
  • Esslöffel
  • Palette oder Messer
  • Sieb
  • Ofen: 175°C Ober-/Unterhitze

Zutaten
  

Hefeteig

  • 1 Würfel Hefe frisch
  • 200 ml Milch lauwarm
  • 550 g Mehl Type 550
  • 100 g Zucker
  • 2 TL Kardamom gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei M
  • 100 g Butter Raumtemperatur

Eistreiche

  • 1 Ei M
  • 1 EL Milch
  • 6 EL Mandeln gehackt oder gehobelt

Füllung

  • g Schlagsahne
  • Himbeermarmelade

Topping

  • 6 EL Puderzucker

Anleitungen
 

  • Die Hefe in kleinen Stückchen mit der Milch im Rührbecher so lange vermischen bis die Hefe aufgelöst ist.
  • Das Mehl, den Zucker, den Kardamom und das Salz in der Schüssel er Küchenmaschine mischen.
  • Eine Kuhle in die Mischung formen, das Ei und die Hefemilch hineingeben und die Küchenmaschine mit dem Knethaken anstellen.
  • Sobald sich ein Teig bildet, die Butter in kleinen Stücken dazugeben und alles so lange kneten lassen, bis sich ein elastischer Teig bildet, der sich vom Rand löst.
  • Diesen dann noch mindestens 5 Minuten auf sehr hoher Stufe kneten lassen.
  • Den Teig dann per Hand zu einer Kugel formen, diesen rundherum mit etwas Mehl bestäuben, zurück in die Schüssel geben und mit einem Küchentuch oder einem Bienenwachstuch abgedeckt für mindestens 45 Minuten gehen lassen.
  • Nach dem Gehen den Teig in 12 gleich große, bzw. gleich schwere Stücke teilen und diese zu runden Brötchen formen.
  • Diese mit Abstand auf die beiden Backbleche verteilen und abgedeckt weitere 15 Minuten gehen lassen.
  • Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Das Ei mit der Milch für die Eistreiche mischen und die Hefeteilchen damit einpinseln.
  • Die gehackten oder gehobelten Mandeln auf den Hefeteilchen verteilen.
  • Jedes Blech für ca. 15 Minuten backen, bis die Hefeteilchen goldbraun geworden sind.
  • Alle Laskiaispullar auf einem Kuchengitter o.ä. abkühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Sahne steifschlagen.
  • Die Hefeteile aufschneiden und auf die Unterseite einen dicken Ring Schlagsahne streichen.
  • In die Mitte des Rings einen Esslöffel der Marmelade geben.
  • Den Deckel vorsichtig auf die Füllung setzen.
  • Alle Laskiaispulla mit ordentlich Puderzucker bestäuben, fertig!

Notizen

Statt verstreichen kann die Sahne natürlich auch aufgespritzt werden. Dazu die Sahne in einen Spritzbeutel geben und mit einer Sterntülle den Ring aufspritzen. 
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Ich finde es übrigens wwirklich interessant, wie viele Gebäcksorten es in allen oder einigen nordischen Ländern gibt, aber doch jedes Land seine eigene Version davon hat. Wie hier eben Laskiaispulla in Finnland, Semla in Schweden oder Fastelavnsbolle in Dänemark.

Und was ist nun mit Fasching?

Ja, also da liegt ihr dann mit der Vermutung, dass Finnen den Fasching nicht so feiern wie vielerorts in Deutschland, doch richtig. Aber Faschingsdienstag, auf Finnisch Laskiainen, war auch dort der Tag vor Beginn der Fastenzeit bis Ostern. Es war also der Tag, an dem noch einmal richtig geschlemmt werden durfte. Denn auch in Finnland galt „An Aschermittwoch ist alles vorbei“.

So, das heißt also, wir haben noch den ganzen Februar, diese leckeren Ofenberliner zu genießen. Faschingsdienstag ist dieses Jahr nämlich am 1.3. Also los, ab in die Küche!

Viel Spaß beim Nachbacken und euch einen wundervollen Sonntag,

Katharina von Wienerbrød - dem Blog für Backen mit einer Prise Skandinavien

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