Kanelstang – dänische Herbstgemütlichkeit
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Hygge ist ja seit langer Zeit in aller Munde und hier gibt’s heute Hygge für den Gaumen. Denn wenn man was in den kommenden Wochen sicher brauchen kann, dann definitiv Gemütlichkeit und was Leckeres. Und deshalb gibt es heute das Rezept für eine dänische Kanelstang.

Auf Deutsch übersetzt bedeutet der Name nichts anderes als Zimtstange, aber eigentlich müsste man das Gebäck „Zimtschnecken-Stange“ nennen. Denn das sind lauter Zimtschnecken, die aneinander hängen. Das ist ja genau das Richtige für mich!

Hygge zum Essen

Aber nochmal zurück zur Gemütlichkeit: Die Dänen stehen ja im Ruf, Weltmeister der Gemütlichkeit zu sein. Hygge lautet das Zauberwort, dass ja irgendwie nicht so richtig übersetzt werden kann. Es heißt schon Gemütlichkeit, aber es bedeutet irgendwie doch mehr. Für mich beinhaltet es die Art, wie die Dänen leben, wie sie miteinander umgehen. Da gehört für mich der Stil der Dänen dazu, dieses weltberühmte Design.

Und eben auch die dänische Küche. Die ist aber bis auf das Noma nicht so wirklich bekannt außerhalb Dänemarks. Das merke ich schon daran, dass viele mich fragen, was Wienerbrød denn sei (Meine Lieblingsfrage ist da übrigens: „Kommst du aus Wien?“).

Typisch für Dänemark ist ja das Smørrebrød, das so gar nichts mit unseren Butterbroten zu tun hat. Eigentlich sich das richtig kleine Kunstwerke, bei denen auf Roggenbrot typisch dänischen Beläge aufgetürmt werden. Rejer, Flæskesteg oder Leverpostej, also Shrimps, Schweinebraten oder Leberpastete, sind gängige Beläge.

Dazu kommen die unglaublich leckeren Spezialitäten aus den dänischen Bäckereien, den Bagerier. Viele davon habe ich euch schon gezeigt, natürlich das Wienerbrød, meine Hindbærsnitter oder die berühmten dänischen Butterkekse, all das. Und heute gibt es einen anderen Klassiker, den es auch in jeder Bäckerei gibt, die Zimtstange.

Dafür braucht es nur einen fluffigen Hefeteig mit einer Butter-Zucker-Zimt-Mischung. Ach ja, und ordentlich Zuckerguss. Kein Tourieren, keine ausergewöhnlichen Zutaten, eine Kanelstang ist genauso schnörkellos wie die Dänen und ihr Way of life. Und da bleibt schon mehr Zeit, die Gemütlichkeit zu genießen. Also los geht’s, hier kommt das Rezept:

Rezept für eine dänische Kanelstang, fluffiges Hefeteiggebäck gefüllt mit Zimt-Zucker und mit Zuckerguß, dänischer Klassiker / Danish cinnnamon braid [wienerbroed.com]

Kanelstang

Rezept für eine dänische Kanelstang, einen fluffigen Hefeteig gefüllt mit Zimt-Zucker und mit Zuckerguß
Vorbereitungszeit30 Min.
Backzeit15 Min.
Gehzeit1 Std. 15 Min.
Gericht Hefegebäck, Zimtschnecken
Land & Region Dänemark, Skandinavien
Portionen 2 Kanelstanger

Equipment

  • Rührbecher
  • Schneebesen
  • Küchenmaschine mit Knethaken
  • Geschirrtuch
  • Wellholz
  • 2 kleine Schüsseln
  • Gabel
  • Winkelpalette
  • scharfes Messer
  • Backblech mit Backpapier
  • Backpinsel
  • Ofen: 175°C Umluft

Zutaten
  

Teig

  • 200 ml Milch lauwarm
  • 1 Würfel Hefe frisch
  • 500 g Mehl Type 550
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei M
  • 100 g Butter Raumtemperatur

Füllung

  • 75 g Butter Raumtemperatur
  • 100 g Brun Farin oder brauner Zucker
  • 3 TL Zimt

Eistreiche

  • 1 Ei M
  • 1 EL Milch

Puderzuckerguss

  • 10 EL Puderzucker
  • 2 TL Wasser

Anleitungen
 

  • Für den Teig die Hefe zu der Milch geben und so lange mit einem Schneebesen verrühren, bis die Hefe aufgelöst ist.
  • In die Schüssel der Küchenmaschine das Mehl geben und eine Kuhle in der Mitte formen.
  • Da hinein den Zucker, die Prise Salz und das Ei geben.
  • Die Küchenmaschine anstellen und die Hefemilch dazugießen.
  • Sobald sich ein Teig zu bilden begint, die weiche Butter in Stücken dazugeben.
  • Den Teig dann für 5 Minuten auf langsamer Stufe und dann für 5 Minuten auf schneller Stufe kneten lassen.
  • Der Teig sollte sich dann vom Rand der Schüssel lösen und muss noch kurz per Hand durchgeknetet werden.
  • Zur Kugel formen und dann wieder zurück in die Schüssel geben.
  • Diese mit einem Geschirrtuch o.ä. abdecken und an einem warmen Ort für 45 Minuten gehen lassen.
  • In der Ziwischenzeit die Füllung mischen, dafür alle Zutaten mit einer Gabel in einer kleinen Schüssel verrühren.
  • Den Teig nach dem Gehen in zwei gleichgroße Teile teilen und mit jedem Teil wie folgt weitermachen:
  • Zu einem Rechteck von ca. 50 x 30 cm auswellen.
  • Die Hälfte der Füllung mit einer Winkelpalette auf dem Rechteck verstreichen, dabei rumdherum einen Rand von ca. 1-2 cm freilassen.
  • Dieses Rechteck von einer Längsseite her aufrollen und die Rolle mit der Naht nach unten auf eine Seite eines Backblechs mit Backpapier setzten.
  • Die zweite Teighälfte ebenso zu einer Rolle formen und mit großem Abstand ebenfalls auf das Backblech legen.
  • Die Rollen dann von oben mit einem scharfen Messer alle zwei Zentimeter einschneiden, bis fast durch, das quasi miteinander verbundenene Zimtschnecken entstehen.
  • Die nun entstandenen Schneckenteile abwechselnd nach links und rechts weg- und flachdrücken.
  • Die beiden Kanelstanger erneut abdecken und nochmals 30 Minuten gehenlassen.
  • In einer kleinen Schüssel Ei mit der Milch für die Eistreiche verquirlen.
  • Ofen vorheizen.
  • Direkt vor dem Backen die Stangen noch mit der Eistreiche einpinseln.
  • Die Stangen für ca. 12 – 15 Minuten backen.
  • Danach die Stangen abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm sind.
  • In einer kleinen Schüssel den Puderzucker mit dem Wasser zu einem sehr zähflüssigen Guss mischen.
  • Dann den Guß großzügig auf den Stangen verteilen, etwas antrocknen lassen, fertig!
Keyword Briocheteig, Hefeteig, Zimt, Zimt-Zucker

So, viel gibt’s zu den Kanelstanger gar nicht zu sagen. Vielleicht noch, dass das ein perfektes Rezept für diejenigen ist, denen eine Zimtschnecke nicht genug ist. Die schneiden sich hier einfach ein großes Stück ab und haben dann ein paar Schnecken auf einmal.

So einen Kandidaten gibt’s hier im Haus sogar. Der kleinste Bewohner hat nämlich den größten Zimtschnecken-Hunger. Wie gut, dass für heute noch eine halbe Kanelstang übrig ist. Da wird jemand sehr glücklich sein zur Kaffeezeit. Was gibt’s denn da bei euch geben?

Katharina von Wienerbrød - dem Blog für Backen mit einer Prise Skandinavien
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