Heute kommt ein ganz besonderer Gast an meine Bloggeburtstagskaffeeklatschtafel, denn Christiane von Schabakery ist eigentlich mein Zwilling. Zumindest haben wir das Gefühl, denn wir sind uns unglaublich ähnlich, wir haben sogar unsere Häuser in den gleichen Farben gestrichen. Bisweilen ist es schon fast unheimlich, wie sehr wir uns ähneln 😉

Eine Gemeinsamkeit ist unsere Liebe zu Macarons. Während ich es mir bisher immer leicht gemacht hat und ohne Zuckersirup gearbeitet habe, macht Christiane Macarons mit italienischer Merigue, und was soll ich sagen: so luftig zarte Macarons habe ich nicht mal in Paris gegessen! heute hat sie ein Rezept für Macarons in meiner Lieblingskombi mitgebracht:

Heidelbeer-weiße Schokolade-Macarons zu Wienerbrøds Bloggeburtstag von Schabakery [wienerbroed.com]

Manchmal
lernt man Menschen kennen und bereits nach 5 Minuten fühlt es sich
so an, als ob man sich schon immer kennt. So ging es mir mit
Katharina, die ich tatsächlich erst vor wenigen Wochen zum
allerersten Mal getroffen habe. Aber manchmal führt das Schicksal
(oder die Bloggerlounge der Messe Frankfurt) eben Menschen zusammen,
die der Klapperstorch scheinbar im falschen Nest abgelegt hat. Und so
war es für mich keine Frage sofort ja zu sagen, als meine
skandinavische Back-Schwester mich zu ihrer Geburtstagskaffeetafel
einlud. Und womit kann man Katharina glücklicher machen als mit
Heidelbeeren?! Mit Heidelbeeren und weißer Schokolade, gefüllt in
köstliche, luftig leichte Macarons!






Oft
höre ich von vielen Leuten, dass ihre Macaron-Versuche im Desaster
geendet haben und ich kann das auch von mir selbst sagen. Wichtig
ist, dass man sich nicht entmutigen lässt und ein paar Regeln
beachtet: Rezept gründlich lesen, alles Materialien zurechtlegen und
genaues Abwiegen.






Macarons
mit Heidelbeeren und weißer Schokolade






Wir
fangen an mit der Füllung, denn diese muss mindestens 3 Stunden kalt
stehen, bevor die Macarons damit gefüllt werden können.






Für
die Füllung:



200
g weiße Schokolade



200
g Heidelbeeren



20
g Zucker



Benötigtes
Equipment: Schüssel (für Wasserbad geignet), Sieb, Topf, Spatel,
Pürierstab 
Zunächst sollte die weiße Schokolade in kleine Stücke
gehackt werden, je kleiner und feiner
desto besser. Gebt sie in eine Schüssel, die ihr auch als
Wasserbadschüssel nutzen könnt und stellt sie beiseite. Dann gebt
die Heidelbeeren mit dem Zucker in den Topf und erhitzt sie bei
mittlerer Hitze auf dem Herd, benutzt den Spatel, um die Beeren schon
ein wenig zu zerdrücken. Sollten die Heidelbeeren noch nicht süß
genug sein, könnt ihr sie noch nach Geschmack etwas mehr zuckern.
Wenn die Masse zu blubbern beginnt, nehmt die Beeren vom Herd und
püriert sie durch. Streicht die noch heißen Beeren anschließend
durch ein Sieb direkt auf die gehackte weiße Schokolade, um diese zu
schmelzen.



Vermischt
beides mit einem Spatel und achtet darauf, dass die Schokolade
komplett schmilzt. Falls die Beeren schon zu stark abgekühlt sind,
könnt ihr die Mischung einfach kurz auf ein heißes Wasserbad
stellen und rühren, bis sich die Klümpchen aufgelöst haben. Danach
lasst ihr die Masse für etwa 3 Stunden abkühlen, während ihr die
Macaronschalen fertig.






Für
die Macarons:



200
g Mandelmehl



200
g Puderzucker



50
ml Wasser



200
g Kristallzucker



Lebensmittelfarbgel
(ich habe lila verwendet)



2
x 75 g Eiweiß (entspricht 4 Eiern Größe L)



Benötigtes
Equipment: Blitzhacker, Sieb, Stieltopf, Zuckerthermometer, Mixer
(Standmixer ist von großem Vorteil),Spritzbeutel mit kreisförmiger
Spritztülle,Backpapier,Backblech






Zunächst
malen wir eine Schablone für die Macarons, damit nachher alle in
etwa die gleiche Größe haben und sich auch für jedes Unterteil ein
passender Deckel findet. Dafür kannst Du mit Bleistift auf eine
Seite von jeweils 4 Backpapierbögen 2€-Stück-große Kreise mit
etwas Abstand dazwischen und zum Rand malen. Die Linien sollte man
gut durchsehen können, wenn das Papier mit der bemalten Seite nach
unten auf Deinem Backblech liegt. Natürlich kann man auch
Macaron-Backmatten aus Silikon verwenden, aber bei mir werden die
leider nie was, weswegen ich beim guten alten Backpapier bleibe.






Jetzt
noch den Ofen auf 170° Umluft vorheizen und schon sind wir bereit
für noch mehr Vorbereitungen.



Gib
die gemahlenen Mandeln und den Puderzucker in den Blitzhacker und
mahle die Mischung im Impulsbetrieb durch, um sie zum einen gut zu
vermischen und zum anderen noch feiner zu mahlen. Diese Mischung wird
dann in eine Schüssel gesiebt und beiseite gestellt.



Wenn
Du keinen Standmixer besitzt, solltest Du Dir jetzt ein
Heinzelmännchen besorgen, dass Dir bei den nächsten Schritten
hilft. Gib 75 g Eiweiß die hitzebeständige Rührschüssel des
Standmixers mit Schneebesen und sei bereit, die Maschine im richtigen
Moment anzuknipsen, der jetzt aber noch nicht gekommen ist.



In
einem Topf mischst Du das Wasser und den Zucker vorsichtig, achte
darauf, dass kein Zucker am Rand des Topfes klebt, und beginne bei
mittlerer Hitze einen Sirup zu kochen. Überprüfe die Temperatur mit
dem Zuckerthermometer. Insgesamt muss der Sirup eine Temperatur von
118-119°C erreichen. Sobald das Thermometer 114°C anzeigt, ist der
richtige Zeitpunkt gekommen, den Standmixer zu starten und das Eiweiß
bei mittlerer Geschwindigkeit steif zu schlagen. Bloß nicht Vollgas
geben, denn sonst gibt es Bauschaum statt Eischaum! Wenn der
Zuckersirup die 118°C erreicht hat, nimm ihn vom Herd und lass ihn
kurz stehen, bis die Blasen weg sind. Dann lass ihn langsam unter
ständigem Rühren in einem dünnen Strahl in das geschlagene Eiweiß
laufen. Sobald der Zuckersirup drin ist, kannst Du dem Mixer die
Sporen geben und die Masse auf höchster Stufe kalt schlagen, also so
lange, bis die Masse nur noch lauwarm ist.






Währenddessen
kannst Du die zweiten 75 g Eiweiß mit der
Mandel-Puderzucker-Mischung mithilfe eines Spatels verrühren. Wenn
die Baisermasse lauwarm ist, kannst Du sie mit Lebensmittelfarbe
einfärben. Wichtig ist, nur Gel- oder Pulverfarben zu nehmen, da sie
die Konsistenz nicht so stark verändern wie flüssige Farben. Und
die Farbe backt sich leicht aus, weniger ist in diesem Fall also
nicht mehr. Bestimmt kann man auch einen Teil des Puderzuckers durch
das von Katharina in ihren Cookies verwendete
Heidelbeerpulver ersetzen, um eine schöne Farbe hinzubekommen, ohne
künstliche Farbstoffe zu verwenden.



Heidelbeer-weiße Schokolade-Macarons zu Wienerbrøds Bloggeburtstag von Schabakery [wienerbroed.com]



Nun
geht es ans Unterheben. Beginne mit einem bis zwei Löffeln
Baisermasse, den Du zur Mandel-Puder-Zucker-Eiweiß-Mischung gibst
und rühre sie glatt, erst dann kannst Du den Rest unterheben, bis
alles homogen vermischt ist. Aber bitte nicht zu viel rühren, sonst
schmilzt der Eischnee.






Fülle
die Masse in Deinen Spritzbeutel und fülle die Kreise auf dem
Backpapier (bemalte Seite unten) möglichst genau aus. Sobald das
Blech fertig ist kannst Du durch leichte Handkantenschläge von unten
ans Blech kleinere Luftblasen und Spritzbeutel-Nasen ninjamäßig aus
den Macarons hauen. Das Blecht geht dann in den Ofen auf der
mittleren Schiene. Stelle einen Timer auf 5 Minuten, während Du der
Magie im Ofen zuschaust. Denn schon in den ersten 5 Minuten bekommt
die Oberfläche ein Facelifting, die Falten und Pickel verschwinden
(hoffentlich!) und die typischen Füßchen bilden sich. Nach Ablauf
der Uhr wird das Blech um 180° gedreht und für weitere 5 Minuten
gebacken. Sobald die Zeit um ist, müssen die Macarons aus dem Ofen
und das Backpapier vom Blech zum abkühlen, damit die kleinen Süßen
nicht noch nachbacken und zu trocken werden. Das wiederholst Du, bis
der ganze „Teig“ aufgebraucht ist.






Nun
geht es ans sortieren und zusammenfügen, finde für jede Hälfte
ein größentechnisch passendes Gegenstück und lege die beiden
nebeneinander. Presse VORSICHTIG mit dem Daumen eine kleine Kuhle in
die Unterseite Deiner Schalen. Fülle Deine Heidelbeer- Ganache in
einen Spritzbeutel und gib jeweils auf eine Hälfte in die Mitte
einen dicken Klecks. Setze die andere Hälfte mit gleichmäßigem
Druck obendrauf, so dass es sich nach allen Seiten gut und
gleichmäßig verteilt. Die Macarons sollten jetzt über Nacht in
einer Keksdose im Kühlschrank ziehen, damit die Ganache sich setzen
kann und die kleinen Teile ihren Geschmack optimal entfalten können.
In der Dose trennt man die Lagen am besten mit Butterbrotpapier. Und
dann: Zugreifen & Genießen!!!
 Oh, waren das köstliche Macarons! Das kann euch jeder bestätigen, der auf dem FoodbloggerCamp in Reutlingen dabei war, denn da hat Christiane die Macarons dabei. Hammerlecker. Der Knüller. Hach, mir fallen gar nicht genügend Superlative ein, um die Macarons zu beschreiben.
Liebe Christiane, vielen, vielen Dank für diese Köstlichkeit zum Bloggeburtstagskaffeeklatsch, ich freue mich wahnsinnig, dass du dabeibist! 
P.s.: Noch ein Tipp für euch: solltet ihr Christiane mal irgendwo treffen, checkt unbedingt ihren Instagram-Account, manchmal hat sie Macarons dabei, und die gibt’s dann gegen Nennung eines dort veröffentlichten Codewortes!